Dr.h.c.Tom Mutters
Veröffentlicht: 04.02.2016 -
Nordsee-Zeitung
Veröffentlicht: 04.02.2016 -
Nordsee-Zeitung
„In ihrer Hilflosigkeit und Verlassenheit haben diese Kinder mir ermöglicht,
den wirklichen Sinn des Lebens zu erkennen, und zwar in der Hinwendung
zum Nächsten.“ Tom Mutters
Wir trauern um
Dr. h. c. Tom Mutters
Gründer der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
27. Januar 1917 – 2. Februar 2016
der nach einem langen und erfüllten Leben gestorben ist.
In seinem Lebenswerk, der Lebenshilfe, lebt er weiter.
Zusammen mit Eltern und Fachleuten gründete der gebürtige Niederländer 1958 in Marburg die
Bundesvereinigung Lebenshilfe, deren Geschäftsführer er 30 Jahre lang war. Die Lebenshilfe hat
sich in der Folge zur deutschlandweit größten Selbsthilfeorganisation für geistig behinderte Menschen und ihrer Angehörigen entwickelt mit rund 130.000 Mitgliedern, 512 örtlichen Vereinigungen und 16 Landesverbänden. Auch international war Tom Mutters stets aktiv.
Tom Mutters hat die Lebenshilfe über Jahrzehnte geprägt und begleitet. Er hat Menschen mit
Behinderung und ihren Angehörigen zu einem ganz neuen Selbstbewusstsein verholfen. Seine
Vision aus den 1950er-Jahren spiegelt sich heute in der UN-Behindertenrechtskonvention wider,
die seit 2009 behinderten Menschen in Deutschland uneingeschränkte Teilhabe garantiert und
eine inklusive Gesellschaft einfordert.
Wir nennen Tom Mutters in Verbindung mit Georg Ennen, der unsere Bremerhavener Ortsvereinigung mitbegründet hat und mit ihm auch persönlich verbunden war. Beide haben in ihrem
Verantwortungsbereich frühzeitig wegweisende Entscheidungen getroffen und kluge Wege
beschritten, die in der heutigen, sich inklusiv verstehenden Gesellschaft Grundlage offenen Denkens und Handelns sind.
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung,
Ortsvereinigung Bremerhaven e.V.
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